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Buchcover Professionelle LinkedIn-Beiträge

Professionelle LinkedIn-Beiträge · Leseprobe

Professionelle LinkedIn-Beiträge

Ein wortgetreuer Auszug aus dem Playbook. Die Leseprobe endet an einer klar gekennzeichneten Stelle.

Leseprobe · Kapitel 01

Warum Texte scheitern, bevor sie geschrieben sind

TEIL A · STATION ROHSTOFF UND THESE

Der leere Bildschirm

Ein Geschäftsführer eines Logistikunternehmens nimmt sich am Sonntagabend vor, endlich einen LinkedIn-Beitrag zu schreiben. Er öffnet ein Dokument und tippt: „Die Logistikbranche steht vor großen Herausforderungen.“ Er löscht den Satz. Er tippt: „Digitalisierung ist in aller Munde.“ Er löscht auch diesen. Nach zwanzig Minuten schließt er das Dokument und sagt sich, was so viele sagen: Schreiben liegt mir nicht.

Was in diesen zwanzig Minuten passiert ist, hat mit Schreiben wenig zu tun. Er hatte kein Erlebnis vor Augen, keine Aussage im Kopf und keine Reihenfolge im Sinn. Er hat versucht, alle fünf Stationen des Modells gleichzeitig zu bewältigen. Das schafft niemand, auch keine erfahrene Journalistin.

Die vier häufigsten Ursachen

Wenn ein Text nicht gelingt, liegt es fast immer an einer von vier Lücken.

LückeWoran du sie erkennstWas hilft
Kein RohstoffDer Text besteht aus Allgemeinplätzen. Keine Person, kein Ort, keine Zahl, kein Fall.Zurück zu Station 1: Was habe ich dazu erlebt oder gesehen?
Keine TheseDu kannst nicht in einem Satz sagen, was die Aussage ist. Der Text streift mehrere Themen.Zurück zu Station 2: Welche eine Aussage will ich machen?
Kein BauplanDer Text erzählt in der Reihenfolge, in der dir die Gedanken eingefallen sind. Der Leser verliert den Faden.Zurück zu Station 3: Welcher Bauplan passt?
Kein SchliffDie Aussage stimmt, aber die Sätze sind lang, die Wörter blass, der Anfang zäh.Station 5: Überarbeiten in festen Durchgängen.

Die ersten drei Lücken kannst du nicht durch schönere Formulierungen schließen. Ein Text ohne Rohstoff bleibt leer, egal wie elegant er klingt.

Hier endet die Leseprobe

Im vollständigen Playbook folgen die Praxisbeispiele, die Schritt-für-Schritt-Text-Diagnose und zwölf weitere Kapitel bis zur M1-Schreibwerkstatt mit zehn Modulen.